© 2002/17 Ja-DV

Erinnerung aufrecht erhalten
KSK: Kriegerjahrtag mit Kranzniederlegung

Am Pfingstmontag beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihren alljährlichen Kriegerjahrtag. Den feierlichen Gottesdienst in der Frauenkirche hielt Pfarrer Richard Bayer. Dabei betete man besonders für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden und bat um Frieden in der Welt. 

JahrtagDer KSK-Vorsitzende Erhard Klar mahnte in seiner Ansprache am Kriegerdenkmal, dass durch im 2. Weltkrieg in jeder Stunde 1045, in jeder Minute 17 Menschen ihr Leben verloren haben. Insgesamt 55 Mio., Als Soldaten, als Opfer des Luftkrieges, als Flüchtlinge und Vertriebene, als Opfer der Gewaltherrschaft.

Oftmals, so Klar, wird man gefragt, wozu denn die Krieger- und Soldatenkameradschaften noch gut seien. Es sei schließlich seit 1945 Frieden. Manchmal wird uns sogar vorgeworfen, so Erhard Klar weiter, wir wären „Ewiggestrige“, die den vergangenen Zeiten nachtrauern.

Der Vorsitzende gab hier jedoch zu bedenken, dass Historiker herausgefunden haben, dass seit Ende des 2. Weltkrieges nur 26 Tage ohne Krieg waren. Und diese 26 Tage lagen alle im Sept. 1945. Die Welt schien einen kurzen Augenblick den Atem anzuhalten. „Nie wieder Krieg“ war die Lösung. Man könnte resignieren: Die Unbelehrbarkeit des Menschen scheint größer zu sein als seine Friedfertigkeit.

Klar erinnerte in seiner Ansprache vor allem, dass die Krieger- und Soldatenkameradschaften als vordringlichste Aufgabe die Mahnung zum Frieden und zur Freiheit haben und dies in deren Satzung verankert ist und um dieser Aufgabe nachkommen zu können werden sie die Erinnerung an diese furchtbaren Zeiten aufrecht erhalten.

Schließlich legte Erhard Klar am Mahnmal in Ehrfurcht vor den Toten und als äußeres Zeichen der Verbundenheit einen Kranz unter den Klängen vom "Guten Kameraden" und einem Ehrensalut nieder. Die Blaskapelle der Deutschen aus Rumänien spielte beim anschließenden Frühschoppen im Gasthaus Frauenbauer noch schwungvoll auf.