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Das Vergesen geift um sich
Bürgermeister mahnen das Gedenken an die Kriegsopfer zu bewahren

Volkstrauertag_2007_Bild_AltdorfDer Markt Altdorf und die Ortsvereine gedachten am Volkstrauertag den Gefallenen und vermissten Opfern der beiden Weltkriege und beteten für alle Opfer von Gewalt, Terror und Krieg. An den Mahnmalen wurden Kränze nieder gelegt. In Pfettrach beging man bereits am Samstagabend den Gedenktag. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Josef Grillmeier, am Mahnmal sprach 1. Bürgermeister Josef Sehofer. Der Gedenktag erinnere uns an vergangenes Leid und er lenke den Blick auf das Leid der Menschen. Unter den unvorstellbaren Zahlen der Verluste und des Ausmaßes von Krieg und Zerstörung und Gewaltherrschaft falle der Verlust eines einzelnen Menschenlebens in der öffentlichen Beachtung zurück, beklagte Sehofer. Deshalb sei dieses Gedenken besonders wichtig, resümierte der Redner und mahnte die Zuhörer, sich immer wieder für Frieden einzusetzen und entschieden gegen Unfreiheit, Krieg und Gewalt vorzugehen. Als Christen würden wir versuchen, aus der Tiefe des Glaubens Impulse zur Bewältigung und Gestaltung der Zukunft zu empfangen. Pfarrer Josef Gietl feierte den Gottesdienst in der Eugenbacher St.-Georgs-Kirche. Die Ansprache am Mahnmal hielt Bürgermeister Josef Sehofer.

In Altdorf umrahmte der Altdorfer Männerchor den festlichen Gottesdienst, den Pfarrer Richard Bayer hielt. 2. Bürgermeister Franz Kainz erinnerte in seiner Ansprache daran, dass dieser nationale Gedenktag bereits seit 1919 auf Anregung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge begangen wird. Er zeigte sich besorgt, dass mit dem zeitlichen Abstand zu den beiden Weltkriegen die Bereitschaft zu schwinden scheine, die Kriege als Mahnung in gebotenem Umfang wahrzunehmen. So würden Zukunftsängste, Egoismus und maßlose Gier die soziale Verantwortung schwinden lassen. Kainz kritisierte das Gewinnstreben der Wirtschaftsführer als oberste Maxime, wodurch Menschlichkeit und soziale Verantwortung zunehmend aus deren Gedankengut verschwinden würden.