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Gedenken wach gehalten
KSK beging Kriegerjahrtag

Am Pfingstmontag beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihren alljährlichen Kriegerjahrtag. Den feierlichen Gottesdienst in der Frauenkirche hielt Pfarrer Richard Bayer. Dabei betete man besonders für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden und bat um Frieden in der Welt. 

KSK-Jahrt2013-7Erhard Klar, der 1. Vorsitzende der KSK Altdorf erinnerte daran, dass vor 95 Jahren, im Jahr 1918 der bis dahin grausamste Krieg der Geschichte, der Krieg, den die Franzosen bis heute als „Le grande guerre“ – den großen Krieg – bezeichnen, endete. Die Menschen, so Klar weiter, hofften nach diesem ersten Weltkrieg auf Frieden, jedoch war diese Hoffnung trügerisch.
Nur wenige Jahre später, so der Vorsitzende der KSK, am 23. März 1933 – also vor 80 Jahren – wurde das Ermächtigungsgesetz im Reichstag angenommen und verschaffte Adolf Hitler und seiner Regierung die erstrebten diktatorischen Vollmachten. Der weitere Verlauf ist bekannt, die Nationalsozialisten führten Deutschland in einen weiteren Krieg, der sich zum weltweiten Flächenbrand entwickeln sollte und am Ende über 50 Mio. Todesopfer forderte.

Erhard Klar erwähnte in deiner Ansprache auch, dass sich nicht nur tragische Ereignisse jähren heuer jähren. Vor 50 Jahren, im Jahre 1963, wurde durch den Elyseevertrag die deutsch-französische Freundschaft beurkundet. Der Schriftsteller Carl Zuckmayer sagte einmal: „Früher hatten Deutsche und Franzosen die Pflicht, Feinde zu sein. Heute haben sie das Recht, Freunde zu sein.“
Klar gab jedoch zu bedenken, dass es in der Natur des Menschen liegt, aus gemachten Fehlern zu lernen, aber auch Leid zu vergessen, und es wichtig sei, die Erinnerung an die vergangenen schrecklichen Zeiten aufrecht zu erhalten. Es tritt nämlich jetzt ein Zustand ein, so Erhard Klar, den wir überall im Lande hinnehmen müssen: Es verstummen die Mitmenschen, die als Zeitzeugen und Soldaten den 2. Weltkrieg bewusst erlebten. Jeder von uns, dem eine authentische Darstellung der Jahre 1939 – 1945 wichtig ist, wird dies bedauern.Die Gefallenen und Vermissten, unsere zahlreichen Väter und Großväter, haben bald keine noch lebenden Kameraden als ihre Fürsprecher mehr.

Wir, so der Vorsitzende der KSK Altdorf, die Krieger- und Soldatenkameradschaften haben uns als unsere vordringlichste Aufgabe die Mahnung zum Frieden und zur Freiheit in unserer Satzung verankert und um dieser Aufgabe nachkommen zu können werden wir die Erinnerung an diese furchtbaren Zeiten aufrecht erhalten.
Schließlich legte Erhard Klar am Mahnmal in Ehrfurcht vor den Toten und als äußeres Zeichen der Verbundenheit einen Kranz unter den Klängen vom "Guten Kameraden" und einem Ehrensalut nieder. Die Blaskapelle der Deutschen aus Rumänien spielte beim anschließenden Frühschoppen im Gasthaus Frauenbauer noch schwungvoll auf.

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