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Opfer der Kriege nicht vergessen
Krieger- und Soldatenkameradschaft hielt ihren Jahrtag ab

Am Pfingstmontag beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft ihren Kriegerjahrtag. Den Gottesdienst in der Frauenkirche hielt Pfarrer Richard Bayer. Dabei betete man besonders für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden und bat um Frieden in der Welt.

Jahrtag 201003Der KSK-Vorsitzende Erhard Klar führte in seiner Ansprache am Kriegerdenkmal aus, dass 65 Jahre nach der Stunde Null die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg immer blasser werde. Vor allem die Ausdünnung der Zeitzeugengeneration trage mit zum Vergessen bei. Viele Relikte der Nachkriegszeit der Eiserne Vorhang, das geteilte Deutschland - haben sich aufgelöst. Dafür überlagern neue weltwirtschaftliche und politische Ereignisse die Erinnerung.

Klar gab weiter zu bedenken, dass man vor wenigen Wochen von der Nachricht vom Tod deutscher Soldaten in Afghanistan aufgeschreckt wurde. Daraufhin habe man die Debatte entfacht, ob es nicht sinnvoll sei mit schweren Waffen in das dortige Geschehen einzugreifen. Selbst die höchsten Vertreter der Politik würden sich nicht mehr scheuen, das Wort "Krieg" in diesem Zusammenhang offen auszusprechen.

Der KSK-Vorsitzende erinnerte, wie nötig die Mahnung zum Frieden sei und dass sich die Krieger- und Soldatenkameradschaften die Mahnung zum Frieden als deren höchste Vereins aufgabe an die Fahne geheftet haben. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, so Klar, müssen diese die Erinnerung an die Vergangenheit bewahren. Denn das Vergessen vergangenen Leides sei der erste Schritt zu neuem Leid.

Schließlich legte Erhard Klar am Mahnmal als Zeichen der Verbundenheit einen Kranz unter den Klängen vom "Guten Kameraden" und einem Ehrensalut nieder. Die Blaskapelle der Deutschen aus Rumänien spielte beim anschließenden Frühschoppen im Gasthaus Frauenbauer auf.
LZ v. 28.05.2010

Jahrtag 2010-202