© 2002/17 Ja-DV

Gemeinsam Zeichen für den Frieden setzen
Besuch der Krieger- und Soldatenkameradschaft in San Vito di Leguzzano

Kürzlich reiste eine Abordnung der Vorstandschaft der örtlichen Krieger- und Soldatenkameradschaft für drei Tage in die Partnerschaftsgemeinde San Vito di Leguzzano in Oberitalien. Dabei folgten sie einer Einladung der italienischen Alpini, deren neuen Vereinsführung sich vorstellen und weitere Kontaktabsprachen treffen wollte.

SanVito-Fahrt-10-19-klBereits bei der Ankunft am Freitag Abend wurden die Altdorfer von Freunden und einer grossen Abordnung der Alpini im Hotel „Il Pirata“ begrüsst. Beim gemeinsamen Abendessen wurden Erinnerungen ausgetauscht sowie das Programm für die nächsten Tage abgesprochen. Am Samstag fand zunächst ein Besuch des Wochenmarktes in Schio auf dem Programm. Wie bei allen Besuchen war es auch diesmal wieder Ursula Mang, die der Reisegruppe die Besonderheiten dieses turbulenten, typisch italienischen Marktes aufzeigte und selbstverständlich die Sprachbarrieren zu überwinden half. Am Nachmittag traf sich dann die Altdorfer Abordnung mit den Alpinis in deren schön gestaltetem Vereinsheim. Zunächst stellten sich der neue Präsident Dario Lapo sowie die neue, erst kurz im Amt befindliche Vereinsführung vor. Bei seiner Rede stellte Dario Lapo dar, dass die Alpini Bergsoldaten mit etwa 500.000 Mitgliedern in ganz Italien seien, die untereinander ein grosses Zusammengehörigkeitsgefühl hätten und dies alljährlich beim Alpinitreffen unter Beweis stellten. Dieser Zusammenhalt habe seinen Ursprung in der Lebensart und der Aufgabenstellung der Bergsoldaten, die eng aufeinander angewesen seinen. Aus diesem Grund würden die Alpini auch im Zivilschutz und im sozialen Bereich sehr häufig eingesetzt und dabei hervorragende Arbeit für das Gemeinwohl erbringen. Sie hätten sich aber auch die Erhaltung des Friedens und der Freundschaft zwischen allen Ländern auf ihre Fahnen geschrieben, führte der Präsident weiter aus.

In seiner Erwiderung stellte der Vorsitzende der KSK, Franz Kainz, fest, dass sich seit dem ersten Treffen im Jahr 2002 viele Gemeinsamkeiten gezeigt hätten und dass aus dem ersten Kennen lernen zwischenzeitlich viele Freundschaften entstanden seien. „Freunde verstehen sich auch dann, wenn sie eine unterschiedliche Sprache sprechen, denn Freundschaft kommt von Herzen,“ sagte Kainz und führte weiter aus: „Ein Zusammenwachsen Europas kann langfristig nur dann gelingen, wenn die Menschen in den Vereinen und in den Kommunen der Länder Europas dies wollen und sich damit zu einer tragenden Säule für das gemeinsame Haus Europa entwickeln. Tragen wir durch die Partnerschaft unserer Kommunen und durch die freundschaftlichen Beziehungen unserer Vereine dazu bei, ein Europa zu schaffen, das getragen wird vom Geist des gegenseitigen Verständnisses sowie der Achtung der unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Geschichtsbewusstsein,“ schloss Kainz seine Rede.

Bei der gemeinsamen Abendmesse im Ortsteil Leguzzano betonte auch der Ortspfarrer Don Luigi Fontana, dass Frieden nur aus der Freundschaft der Völker untereinander entwachsen könne und deshalb freue er sich über den Besuch der Freunde aus Altdorf. Im Anschluss an die Abendmesse traf man sich mit den italienischen Freunden und feierte bei ausgezeichneten Köstlichkeiten aus der Region bis tief in die Nacht. Dabei wurden eine Reihe von gemeinsamen Veranstaltungen ins Auge gefasst und terminlich vorabgestimmt. Am Sonntag stand schliesslich noch ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, ehe man die Heimreise antrat.