© 2002/17 Ja-DV

Opfer der Kriege nicht vergessen
Marktgemeinde gedachte der Toten der Kriege und des Terrors

Volkstrauertag PfettrachDer Markt Altdorf und die Ortsvereine gedachten am Volkstrauertag den Gefallenen und vermissten Opfern der beiden Weltkriege und beteten für alle Opfer von Gewalt, Terror und Krieg. An den Mahnmalen wurden Kränze nieder gelegt. In Pfettrach beging man bereits am Samstagabend den Gedenktag. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Josef Grillmeier, die Gedenkfeier umrahmte die Blaskapelle Kaiser. Pfarrer Josef Gietl feierte den Gottesdienst in der Eugenbacher St.-Georgs-Kirche, die musikalische Gestaltung des Gedenkens machten die Ergoldinger Blechbaraber. Am beiden Mahnmalen sprach 1. Bürgermeister Franz Kainz. Er zeigte sich besorgt, dass mit dem zeitlichen Abstand zu den beiden Weltkriegen die Bereitschaft zu schwinden scheine, die Kriege als Mahnung in gebotenem Umfang wahrzunehmen. So würden Zukunftsängste, Egoismus und maßlose Gier die soziale Verantwortung schwinden lassen. Kainz kritisierte das Gewinnstreben der Wirtschaftsführer als oberste Maxime, wodurch Menschlichkeit und soziale Verantwortung zunehmend aus deren Gedankengut verschwinden würden. Friedliches Zusammenleben könne auf Dauer nur gelingen, wenn Menschlichkeit sowie gegenseitige soziale Verantwortung wieder einen hohen Stellenwert einnehmen, so der Redner.

VolkstrTgAltdorfIn Altdorf umrahmte der Altdorfer Männerchor den festlichen Gottesdienst, den Pfarrer Richard Bayer hielt. Die Sehnsucht des Friedens sei so alt wie die Menschheit, so der Geistliche. Das christliche Grundgesetz der Liebe fordere von allen Vertrauen und den Geist der Versöhnung. Jeder könne einen Beitrag zum Frieden leisten. Pfarrer Bayer sprach die Bitte aus, Gott möge
uns im Talent der Versöhnung und des Friedens stärken. Am Altdorfer Kriegerdenkmal sprach 2. Bürgermeister Helmut Maier. Er erinnerte an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 90 Jahren. Es sei eine besondere Tragik der Opfer dieses Krieges gewesen, dass deren Sterben nicht zum Frieden mahnte und 21 Jahre später in den noch fürchterlichen Zweiten Weltkrieg führte. Auch wenn in unserem Land seit nunmehr 63 Jahren Frieden herrsche, dürfe dies nicht hinweg täuschen, dass auch in der jetzigen Zeit weltweit noch Kriegshandlungen statt finden wie beispielsweise in Georgien und im Kongo. Mit den Opfern der deutschen Auslandseinsätze werde deutlich, dass der Krieg unser Land wieder eingeholt habe, betonte Maier.