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Eine Mahnung für den Frieden
Feiern zum Volkstrauertag in der Marktgemeinde - Kränze niedergelegt

Die Marktgemeinde und die Ortsvereine gedachten am Volkstrauertag den Gefallenen und vermissten Opfern der Weltkriege und beteten für Opfer von Gewalt, Terror und Krieg.

VT02In Pfettrach beging man am Samstagabend den Gedenktag. Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Joset Grillmeier, die Gedenkfeier begleitete die Blaskapelle Melzl. Pfarrer J osef Gietl feierte den Gottesdienst in der Eugenbacher St. Georgs-Kirche, die musikalische Gestaltung des Gedenkens machten die Blechbaraber. In Altdorf umrahmte der Männerchor den Gottesdienst, den Pfarrer Richard Bayer hielt. Beim Festzug und am Kriegerdenkmal spielte die Blaskapelle der Rumänendeutschen auf.

In seinen Ansprachen in Pfettrach und Eugenbach erklärte der stellvertretende Bürgermeister Helmut Maier, dass für zahlreiche Menschen vor allem der Nachkriegsgeneration, die sich vornehmlich für das eigene Wohlergehen interessieren, mit größer werdendem zeitlichen Abstand zunehmend der Bezug zu den Schrecken der Kriege fehle.

Gerade das Jahr 2011, so Helmut Maier, brachte in den nordafrikanischen Ländern politische Umwälzungen, die meistens nicht friedlich verlaufen sind. Jahrzehntelange Unterdrückung der Bevölkerung waren Auslöser für die Machtverschiebungen, die oft nur mit Blutvergießen vollzogen werden konnten.

Aber nicht nur in anderen Kontinenten, sogar im vermeintlich sicheren Europa sind die Bürger mittlerweile mit teilweisen gewalttätigen Demonstrationen tausender Menschen - wie in Griechenland - konfrontiert worden, resümierte Maier. Zum Gedenken an die Toten legte der stellvertretende Bürgermeister Helmut Maier im Namen der Marktgemeinde einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Am Altdorfer Kriegerdenkmal sprach dritter Bürgermeister Georg Wild. Er ging kurz auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs ein. Erschreckend, so der Redner sei auch in der Gegenwart, wie schnell ein Krieg schon wieder zur ganz normalen Politik mit anderen Mitteln geworden ist. Der Einsatz in Afghanistan zeige, wie gefährlich der Einsatz für Frieden und Menschenrechte sein kann. Die Gedanken, so Wild, seien an diesem Tag nicht nur bei den Gefallenen, Vermissten und Vertreibungs opfern der Weltkriege, sondern auch bei den Bundeswehrsoldaten, die zu dieser Stunde der Gewalt des Kriegs und Terrors ausgesetzt sind. Auch Wild legte einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder.