© 2002/17 Ja-DV

Weihnachtsfeier am 13.12.2002

Mit besinnlichen Stunden bei ihrer Weihnachtsfeier im Gasthaus Frauenbauer stimmte die Krieger- und Soldatenkameradschaft auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Im vollends gefüllten Saal konnte Vorsitzender Franz Kainz viele Gäste und kommunale Vertreter begrüßen.

Viele Berichte in den Medien hätten in letzter Zeit die Grauen um Stalingrad zum Inhalt, erinnerte Kainz an die Geschehnisse vor 60 Jahren, wo die 6. Armee ums nackte Überleben gekämpft habe. Trotz dieser Berichte könne sich die Nachkriegsgeneration nur schwerlich vorstellen, was in all den Menschen vorgegangen sei, die dies alles hätten ertragen müssen. "Zehntausende erlebten vor 60 Jahren ihre letzte Weihnacht - eingekesselt von der Roten Armee, im Bomben- und Granatenhagel, hungernd und halb erfroren," betonte der Redner. Zur Veranschaulichung las Kainz zwei Briefe vor, die Frontsoldaten in dieser Zeit als letztes Lebenszeichen an ihre Familien schrieben und in denen sie ihr Leid beklagten. Mit einem Ausspruch des Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer appellierte Kainz zum Beitrag für Frieden auf der Welt: "In der Erinnerung an die Kriege der Vergangenheit liegt das Samenkorn für den Frieden in der Zukunft." In diesem Sinn sei auch die Weihnachtsfeier zu verstehen, nämlich durch die Wachhaltung der Erinnerung einen kleinen Beitrag zur friedvollen Gestaltung unserer Zukunft beizusteuern.
Die Sehnsucht nach einem friedvollen Weihnachtsfest sei in diesen Tagen für viele Menschen der größte Wunsch, so erster Bürgermeister Josef Sehofer in seinen Grußworten. Dabei sei nicht der materielle Wohlstand sondern der Friede das wichtigste. Er wünsche sich, dass die Gemeinde auch in Zukunft eine gute Solidargemeinschaft bleiben möge.
 

 

Die Mitwirkenden mit 1. BM Seehofer, 2. BM Kainz und
3. BM Gürtner

 

 


 

Mehrere adventliche Gedichte wurden zum Teil auch in Mundart von Kindern gekonnt vorgetragen. Hierbei wurde der Sinn von Weihnachten hinterfragt und auch das Fest aus sicht der Kinder beleuchtet. Dazwischen spielte die "Altdorfer Saitenmusi" unter der Leitung von Rudolf Gallecker stimmungs volle Weisen und wurden Lieder gesungen. Die Weihnachtserzählung trug Werner Schulz vor. Sie schilderte die Erlebnisse von deutschen Soldaten an Weihnachten 1944 im russischen Kromy. In der Angst vor Partisanen angriffen feierten die Deutschen eine heilige Messe, zu der sich überraschend viele armselige Einwohner einfanden. Unter ihnen war auch eine Gruppe junger russischer Männer, die nach einem Funkspruch den Partisanen zugeordnet werden konnte. Doch beim Segen durch den Feldgeistlichen senkten diese den Kopf und schritten lautlos durch den tiefen Schnee fort.
In seinen Schlussworten dankte zweiter Vorsitzender Werner Mengelkamp allen Mitwirkenden und ganz besonders dem Ehrenschriftführer und Geburtstagsjubilar Josef Stumhofer, der auch heuer wieder die Auswahl der Gedichte übernommen und die besinnlichen Stunden in bewährter Weise organisiert
hat.