Kriegerjahrtag 2026

Kriegerjahrtag der KSK Altdorf
Man darf nicht aufhören zu mahnen


Der Vorsitzende Erhard Klar bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal


Altdorf: In Kürze, nämlich am 22. Juni 1941 jährt es sich zum 85. Mal, dass der 2. Weltkrieg in eine entscheidende Phase trat. Es startete mit dem Angriff auf die Sowjetunion das „Unternehmen Barbarossa“. So begann die Ansprache des 1. Vorsitzenden der KSK Altdorf Erhard Klar am Kriegerdenkmal. Die Führer des 3. Reiches glaubten in ihrem Größenwahn an einen weiteren Blitzkrieg. Dabei hätte ein einfacher Blick auf die Landkarte genügt, um die Aussichtslosigkeit dieses Unternehmens zu erkennen. So jedoch fielen allein an der Ostfront jeden Tag 2000 deutsche Soldaten, insgesamt rund 4 Millionen. Auf sowjetischer Seite waren die Verluste noch um ein Vielfaches höher. Schätzungen zufolge verloren rund 26 Millionen. Menschen ihr Leben, darunter 15 Millionen Zivilisten. Sie wurden Opfer einer rassenideologisch motivierten Kriegsführung und Besatzungspolitik.
Am 08. Mai 1945 endete dieser Krieg, der neuesten Erkenntnissen nach ca. 60 Millionen Todesopfer forderte. Dies ist eine so unvorstellbar hohe Zahl, dass man die Opferzahlen auf einen kleineren Bereich reduzieren muss, um eine Vorstellung zu bekommen. So kamen im Gemeindegebiet von Altdorf, das damals eine Einwohnerzahl von ca. 2500 Personen hatte, in den letzten Kriegswochen 101 Menschen ums Leben. Dazu kamen noch 130 aus Altdorf stammende Soldaten die gefallen sind. Ihre Namen sind am Kriegerdenkmal eingraviert.
Damit sie nicht vergessen werden und zur Mahnung für den Frieden auf der Welt, der gerade in der heutigen Zeit stark gefährdet ist, dient der jährlich stattfindende Kriegerjahrtag.
Nach der Kranzniederlegung und dem gemeinsamen Singen der Bayern- sowie der Nationalhymne endete die Veranstaltung.

Bild: Der Vorsitzende Erhard Klar bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal